Lichtenberger Altstadt

Kern der Ritterstadt mit Tradition

Verwinkelte Gassen

Die Altstadt ist steingewordenes Zeugnis der Generationen, die seit dem Mittelalter hier leben. In den engen, verwinkelten Gassen fühlt man noch die Gegenwart der Krämer, Bauern und Handwerker, die über die Jahrhunderte in Lichtenberg geboren wurden, aufwuchsen und ihre Kinder groß zogen. Immer wieder brannte die Altstadt nieder – einmal sogar, weil die Lichtenberger selber sie angezündet hatten. Das war in einem Moment höchster Not, als nämlich ein Nürnberger Heer vor der Stadt stand. Den Söldnern, die mordend und brandschatzend durch Franken heraufgezogen waren, eilte ein übler Ruf voraus. Um die Angreifer zu verwirren und sich so in der Burg in Sicherheit bringen zu können, legten die Lichtenberger an mehreren Stellen Feuer. Die Taktik war erfolgreich: Auch wenn die Stadt nachher in Schutt und Asche lag, so gelang es unseren Vorfahren doch, die Söldner im Winter 1444 zu vertreiben.

Stadtgärten unterhalb der Burgmauer

Unterhalb der ehemaligen Burgmauer haben sich die alten Stadtgärten erhalten. Von Generation zu Generation weitergereicht, fanden sie immer wieder neue Verwendung. Pflanzte man früher Zwiebeln und Kohl an, so sind es heute Rosen, Wein oder Kirschen. An heißen Sommerabenden kann man uns Lichtenberger hören, wie wir über die Gartenzäune hinweg den neuesten Tratsch austauschen...