Die Geschichte der Stadt Lichtenberg

Lichtenberg vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Die Stadtgeschichte in Auszügen

Die Altstadt ist steingewordenes Zeugnis der Generationen, die seit dem Mittelalter hier leben. In den engen, verwinkelten Gassen fühlt man noch die Gegenwart der Krämer, Bauern und Handwerker, die über die Jahrhunderte in Lichtenberg geboren wurden, aufwuchsen und ihre Kinder groß zogen. Immer wieder brannte die Altstadt nieder – einmal sogar, weil die Lichtenberger selber sie angezündet hatten. Das war in einem Moment höchster Not, als nämlich ein Nürnberger Heer vor der Stadt stand. Den Söldnern, die mordend und brandschatzend durch Franken heraufgezogen waren, eilte ein übler Ruf voraus. Um die Angreifer zu verwirren und sich so in der Burg in Sicherheit bringen zu können, legten die Lichtenberger an mehreren Stellen Feuer. Die Taktik war erfolgreich: Auch wenn die Stadt nachher in Schutt und Asche lag, so gelang es unseren Vorfahren doch, die Söldner im Winter 1444 zu vertreiben.

Auszüge aus der Chronik der Stadt Lichtenberg

814-Errichtung einer Burg auf einem vom Wald "gelichteten" Bergkegel, unter deren Schutz eine größere Ansiedlung entsteht, die Lichtenberg genannt wird
1337-Mit Urkunde Friedrichs II. von Orlamünde vom 6. Februar 1337 wird Lichtenberg als Stadt bezeugt
1430-Lichtenberg hält dem Ansturm der Hussiten stand
1444-Erfolgloser Kriegszug der Reichsstädte Nürnberg, Rothenburg und Windsheim nach Lichtenberg
1634-Zerstörung Lichtenbergs während des 30-jährigen Krieges
1717-Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft von Lichtenberg kaufen ihre eigene Stadt dem Markgrafen von Bayreuth ab
1814-Die nördliche Stadthälfte mit 70 Gebäuden fällt einer Brandkatastrophe zum Opfer
1869-Der südliche Stadtteil mit Rathaus und 30 Gebäuden wird ein Raub der Flammen
1901-Lichtenberg erhält einen Bahnanschluss
1944-Bombardierung Lichtenbergs während des Zweiten Weltkrieges
Zu beklagen sind ein Toter, sechs Verwundete und erheblicher Sachschaden
2013-675-jähriges Stadtjubiläum, Lichtenberg ist die älteste aller neun Städte im Landkreis Hof

Stadtführungen in der Ritterstadt Lichtenberg

Ritterstadt mit Tradition

Mit Spaß auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit unserer Stadt.

Die Stadtführer Karl-Heinz Marko und Detlef Horn.<br /> (Foto: Sandra Hüttner)
zeigen... sehen... erleben...

Ein kurzweiliger Spaziergang
mit unseren Stadtführern
Karl-Heinz Marko und Detlef Horn.

(Foto: Sandra Hüttner)

Stadtführungen

Anmeldung bitte bei der Stadtverwaltung Lichtenberg
Telefon 09288 / 97370

Lichtenberg, die älteste Stadt im Landkreis Hof, ist ein Ort mit einer reichen Geschichte
und die Stadtführungen haben hier langjährige Tradition.

Die Stadtführung beginnt am Treffpunkt, dem Henri-Marteau-Platz, vor dem Brunnen.
Der weltberühmte Violinvirtuose ist Ehrenbürger der Stadt Lichtenberg, die ja auch die internationale Musikbegegnungsstätte Haus Marteau beherbergt und dadurch inzwischen in der ganzen Welt bekannt ist.

Vom Henri-Marteau-Platz geht`s dann weiter in die Altstadt.
Zum historischen Marktplatz mit dem Rathaus und weiter durch die reizvollen Gassen und Winkel.
Nach der Besichtigung der Kirche geht es zur Burgruine mit ihren Kasematten und Kellergewölben und des Aussichtsturmes. Von der Burgruine hat man einen herrlichen Blick ins Thüringer Land nach Blankenstein und Blankenberg.
Wer Lust hat, kann anschließen noch die Zehentscheune unterhalb der Burgruine besichtigen, die im privaten Besitz ist.

Die Führungen enden hier und viele Teilnehmer kehren dann in das bekannte „Cafe am Marktbrunnen“ ein.
Der selbstgebackene Kuchen der Chefin ist berühmt!

Aus organisatorischen Gründen entfallen 2018 die Einzelstadtführungen am Mittwoch.
Führungen für Vereine oder Gruppen ab 10 Teilnehmer sind jederzeit nach telefonischer Vereinbarung möglich.
Termine müssen rechtzeitig (10 Tage) vor der gewünschten Führung angemeldet werden!

Karl-Heinz Marko – ehrenamtlicher Stadtführer der Stadt Lichtenberg – Tel. 0160/2862214